Zungenkuß - Du nennst es Kosmetik. Ich nenn es Rock`n`Roll -
Musikgeschichten, 1990 bis heute

Suhrkamp, 2007
Klappentext:
Über Pop schreiben bedeutet, sich zu verwandeln - und sie fängt im Alter von 15 Jahren damit an. Ihre Texte sind witzig, präzise, anrührend und poetisch. Die ehemalige Spex-Redakteurin Kerstin Grether schreibt die Frauen in die Musikgeschichte zurück und wurde darüber selbst zu einer Ikone der Popkulturgeschichte ihrer Generation.
Sie bespricht die kosmetischen Bilderwelten des Pop, berichtet von rockigen Begegnungen mit Kultstars und definiert die deutschsprachige Popmusik nach ihrem Geschmack. Sie erzählt psychologisch versiert die Geschichte des Grunge, beschreibt die aktuelle Rockmusik und vertieft sich in TV-Serien, Theorien und Romane. Die stilbildende Autorin verbindet konsumistisches und existentialistisches Lebensgefühl und hat neue Worte für weibliches und männliches Begehren.
Am Ende ihrer Musikgeschichten findet sie zu ihren persönlichen Anfängen zurück: Wie fühlt sich ein jugendliches Dorfmädchen, wenn es auf die komplizierten Seelen moderner Großstadt-Bohemiens trifft? Wenn es etwa im Gespräch mit Blixa Bargeld "Dandy" für eine Droge hält - oder mit Nick Cave plaudert, als kennte sie das Leben? Kerstin Grether wahrt dabei stets jene Distanz zu ihren Figuren, die es ihr erlaubt, deren Kunst sozialvorsichtig und brillant zu analysieren.
"Zungenkuß, das sind tausend Geschichten, die wir alle lieben", sagt der Tomte-Sänger Thees Uhlmann, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung begeistert sich für Kerstin Grethers unbeschwerten "New Journalism": "Phänomenal!"
Ob Kurzgeschichte, Interview, Essay oder Rezension - das vorliegende Buch formt Originaltexte aus 16 Jahren zu einer langen Erzählung voller magischer Momente und dokumentiert die Entwicklung einer außergewöhnlichen jungen Frau.