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Hallo liebe Freunde und Wahlverwandte, Philologen und Exzentriker vom Lande,
ich begrüße euch ganz herzlich auf meiner Webseite!
Jetzt mit einer Auswahl neuer Texte aus den Jahren 2008/2009. Auf ein paar Takte Rausch und Klarheit.
Wenn ihr mehr über meine Band erfahren wollt: www.myspace.com/doctorella
Viel Spaß beim Lesen und Recherchieren.
Herzliche Grüße,
Eure Kerstin
Und nicht vergessen: Lass uns Märchenwesen sein!
Im Frühjahr diesen Jahres erscheint die Debüt-Single "Lass uns Märchenwesen sein" von Doctorella im Rahmen der „Fieber 7inch Series“.
Die Vinyl-Single wird in einer exklusiven Künstleredition veröffentlicht, mit einem Cover, das von der international renommierten Künstlerin Cosima von Bonin gestaltet wurde.
Der wundervolle Dietmar Dath hat jetzt schon die richtigen Worte für diese Indie-Supergroup gefunden:
"Es gibt Zustände, zu denen passt solange keine Musik, bis jemand die passende einfach endlich mal macht. Jetzt gibt es immerhin eine Beschäftigung weniger, die ganz ohne Musik auskommen muß: Manchmal klebe ich auf Fotoabzüge von Leuten, die ich sehr mag, kleine Sticker aus dem Bastelladen (Käfer, Blumen, Seepferdchen, Disneyfiguren) und stell mir die Fotos auf den Schreibtisch, lehn sie an den Bildschirm oder an die Kaffeetasse und freu mich dran. Derlei glücklich-abgründige Schwärmversunkenheit wird derzeit auch bei Internetabhängigen beobachtet! Einen Sound dazu gab es nicht, solange Doctorella noch nicht „Lass uns Märchenwesen sein“ geschrieben und aufgenommen hatten! Jetzt wippt die Stickerblume zum Wunsch, keine hundert Jahre auf den Kuß warten zu müssen, das Seepferdchen staunt, der Käfer schabt im Baßtakt die Hinterbeine gegeneinander und die Disneyfiguren haben plötzliche sowas Japanisches, das aus Dornröschens Dornenhecke Schriftzeichen schnipseln will. Übrigens kenne ich außer ein paar Stücken der Pretenders wenig, was vom ersten Takt an, klickerklack, so wacker losspaziert, einen klaren Weg lang, zu einem moralisch hochwertigen Ziel hin: „Oh, Gib mich nicht verloren, folg meinem Dornenweg." Friendly, denkt man, weil einem das deutsche Wort dafür nicht gefällt, und dann folgt auf der Single das „Mädchen auf der Schaukel“, bei dem ich mir Schimanskis „Mädchen auf der Treppe“ vorstelle, also eine Sorte scheinbarer Kühle, ein New-Wave-Neonchic, der in Wirklichkeit die ritterlichsten, edelsten Empfindungen meint („die Sonne hat ein Loch“, das ist das kongeniale astronomische Echo meiner geologischen Lieblingszeile von Cindy Lauper: „There’s a hole in my heart that goes all the way to China“). Bei Doctorella fliegt es sich auf diese Weise "zum Waldesrand, von dort aus nach Rußland." Wer sowas kann, kann auch Protest („Drogen und Psychologen“) und neoimpressionistische Malerei mit eben erst erwachsengewordenen, also besonders frischen Farben („Träum den übernächsten Traum“, so hätten die Cowboy Junkies geklungen, wenn sie Velvet Underground gewesen wären). „Schön“, das heißt ja oft einfach „fauler Kompromiß“. Hier nicht. Hier heißt „schön“: zu viel Sonne und Loch im Herz, um sich noch mit dem Scheiß abzufinden, der im Angebot ist. Das Richtige war nicht dabei, weißt du. Wir machen das jetzt selber, hörst du’s?
